Dommitzscher SV Grün-Weiẞ

Historie

Seit neun Jahrzehnten rollt in Dommitzsch das runde Leder

Jahrhundertwende bis 2. Weltkrieg

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bildeten sich vor allem im Fußball-Mutterland England die ersten Fußballvereine, wonach sich dann auch international diese Entwicklung sprunghaft fortsetzte. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Fußball im ahrsten Sinne des Wortes die Welt erobert.

Am 23. Juni 1919 wurde im damaligen Vereinslokal Gasthaus Zur Mühle (Schlohbach) der Verein Ballspiel-Club Dommitzsch (BCD) gegründet. Der erste Vereinsvorsitzende war Alfred Jahn, während dann in der Folgezeit ab 1920 für jeweils nur ein Jahr die Sportfreunde Karl Enge, Johann Schrödter, Wilhelm Schulze, Karl Müller, Walter Brüggemann sowie Erich Schmidt den Vereinsvorsitz übernahmen. Dann, ab 1928, folgte für mehrere Jahre der Sportfreund Willy Herrmann. Die Vereinsfarben waren "Schwarz/Gelb". Gespielt wurde in den 20-er Jahren auf dem Sportlatz an der Jahnstraße/ Wittenberger Straße.

Erst ab 1927 wurden die Fußballspiele auf dem jetzigen Sportplatz an der Torgauer Straße ausgetragen, wodurch dann das Schützenhaus (Hankewitz) das neue Vereinslokal wurde. Aus den 20-er und 30-er Jahren liegen keinerlei Berichte und Unterlagen über den Spielbetrieb vor. Bekannt ist, dass zu dieser Zeit im Elbe-Elster-Gau gespielt wurde. Seit der Gründung des Vereins bis Mitte der 40-er Jahre gab es kein organisiertes und gezieltes Training, so wie wir es heute kennen. Die ersten Aktiven erlernten das Fußballspielen auf den Straßen und Wohngebieten und waren damit im wahrsten Sinne des Wortes Straßenfußballer. Dementsprechend war auch das spielerische Niveau nicht sehr hoch. Der harte, hohe körperliche Einsatz dominierte. Gespielt wurde im Verein mit mehreren Männer- und Jugendmannschaften.

Trotz der stark körperlich harten Spielweise gab es auch Aktive mit guten spielerischen Fähigkeiten. Stellvertretend für viele andere Sportfreunde sollten hier einige genannt werden, die besonders in den 30-er und Anfang der 40-er Jahre zu den Besten gehörten. Das sind Arthur Kupfer, Richard Österritz, Richard Patitz, Heinrich Schmidt, Kurt Rudolf und Gerhard Hoffmann, Erich Becker, Willy Bräunig, Ludwig Trost, Richard Jost, Walter Karius, Heinz Wolfsteller und Heinz Hache.

Ende der 30-er Jahre wurde durch den 2. Weltkrieg die Fußballentwicklung gehemmt, weil die aktivsten Sportfreunde zum Wehrdienst einberufen wurden. Diesen Sportfreunden wurden durch den faschistischen Krieg wertvolle Jugendjahre genommen. Einige konnten dann später durch Verletzungen den Sport nicht mehr ausüben und einige Sportler haben den Krieg mit dem Leben bezahlen müssen, wie z.B. die Brüder Herbert und Helmut Hache.

 

Es folgen:

"Die 50-er und 60-er Jahre waren die erfolgreichsten"

"Die Wende 1990- Beginn einer neuen Ära im Dommitzscher Fußball"

Quelle:

80 Jahre Fußball in Dommitzsch. Erinnerungen und Ausblicke. Dommitzscher Sportverein Grün-Weiß e.V.






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